tischlerstellen
Ratgeber

Wege ins Tischlerhandwerk: Umschulung, Anerkennung, Meisterschule

Für Quereinsteiger aus Nachbargewerken und Gesellen, die weiterwollen.

Passende Stellen ansehen

Aus einem Nachbargewerk

Auf dieser Seite stehen viele Anzeigen, die Tischler, Zimmerer und Trockenbauer zusammen ansprechen. Wer aus einem dieser Berufe kommt, findet so oft einen Einstieg im Innenausbau. Für den Tischlerabschluss selbst gibt es mehrere Wege: eine verkürzte Ausbildung, die du gemeinsam mit dem Betrieb bei der Handwerkskammer beantragst, wenn das Ausbildungsziel in kürzerer Zeit erreichbar ist, oder die Zulassung zur Gesellenprüfung nach Berufserfahrung. Dafür verlangt die Handwerksordnung mindestens das Eineinhalbfache der Ausbildungsdauer, also viereinhalb Jahre. Zeiten einer Ausbildung in einem anderen einschlägigen Beruf zählen mit.

Anerkennung ohne Prüfung im klassischen Sinn

Wer mindestens 25 Jahre alt ist und viereinhalb Jahre als Tischler gearbeitet hat, kann bei der Handwerkskammer ein Feststellungsverfahren beantragen. Dabei wird geprüft, ob deine Fähigkeiten einem Tischlerabschluss vergleichbar sind. Das Ergebnis wird bescheinigt.

Meisterschule und Förderung

Die Meisterprüfung im Tischlerhandwerk berechtigt zur Eintragung in die Handwerksrolle. Vorbereitungskurse gibt es in Vollzeit und berufsbegleitend. Das Aufstiegs-BAföG fördert Lehrgangs- und Prüfungsgebühren und bis zur Hälfte der Materialkosten für das Meisterstück.

Gesellen, die weiterwollen

Wer als Tischlergeselle einige Jahre gearbeitet hat, steht oft vor der Wahl zwischen Meisterschule, Techniker und Spezialisierung. Die Meisterprüfung passt, wenn du einen Betrieb führen oder ausbilden willst. Die Fachschule für Holztechnik passt eher zu Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Industrie. Eine Spezialisierung, etwa auf Treppenbau, Fenster oder Restaurierung, kann ohne Abschluss zu gefragter Erfahrung führen. Sprich mit Kollegen, die diese Wege gegangen sind, bevor du dich festlegst.

Ausländische Abschlüsse

Wer eine Tischler- oder Schreinerausbildung im Ausland abgeschlossen hat, kann sie in Deutschland anerkennen lassen. Zuständig ist die Handwerkskammer. Bring Zeugnisse, Ausbildungsnachweise und Arbeitsbescheinigungen mit, möglichst übersetzt. Eine Anerkennung erleichtert Bewerbungen und kann auch für eine spätere Meisterprüfung wichtig sein.

Worauf Tischlereien achten

  • Montageerfahrung und selbstständiges Arbeiten beim Kunden
  • Führerschein Klasse B, bei Montagefahrzeugen oft BE oder C1
  • Genauigkeit beim Aufmaß und Lesen von Zeichnungen
  • Bereitschaft zu Reisetätigkeit, wenn die Stelle bundesweite Montage enthält

Lege Fotos von Arbeiten bei, an denen du beteiligt warst, und beschreibe kurz deinen Anteil.

Zum Schluss

Sprich vor einer Entscheidung mit der Handwerkskammer. Dort erfährst du, welcher Weg zu deinen Nachweisen passt.

Bring zu diesem Gespräch alle Zeugnisse und eine kurze Liste deiner bisherigen Tätigkeiten mit.

Passende Stellen

Weitere Ratgeber